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NVIDIA-RTX-Spark-PCs im Vorverkauf – 128-GB-Dev-Box kostet 5.999 US-Dollar

Ein lokaler 128-GB-KI-PC ist jetzt kaufbar, doch der Preis liegt bei rund 6.000 US-Dollar (rund 5.400 Euro) – mehr als das Doppelte der Analystenschätzung von etwa 2.899 US-Dollar (rund 2.600 Euro).

Produkte mit NVIDIAs PC-Chip RTX Spark sind in den Vorverkauf gegangen. Microsoft hat die Vorbestellung neuer Surface-Geräte geöffnet; der Entwickler-Desktop mit 128 GB Unified Memory (CPU und GPU teilen sich einen Speicher), die „Surface RTX Spark Dev Box“, kostet in den USA 5.999 US-Dollar (rund 5.400 Euro). Für Entwickler, die große KI-Modelle ohne Cloud auf dem eigenen PC laufen lassen wollen, ist das eine neue Option – nur nicht zu dem erhofften Preis.

Was für ein Chip ist RTX Spark?

RTX Spark ist ein Arm-basierter Superchip für Windows, der dieses Jahr auf der Computex (einer großen Computermesse in Taiwan) vorgestellt wurde. NVIDIA hat ihn gemeinsam mit MediaTek entworfen und mit Microsoft die Windows-Unterstützung abgestimmt. Die berichteten Daten:

  • GPU: 6.144 CUDA-Kerne (die Recheneinheiten von NVIDIA-GPUs) und Tensor-Kerne der 5. Generation (Einheiten für KI-Mathematik)
  • CPU: Grace-CPU (NVIDIAs Arm-basierte CPU), bis zu 20 Kerne
  • KI-Rechenleistung: bis zu 1 Petaflop (eine Billiarde Rechenoperationen pro Sekunde). Das ist ein theoretischer Höchstwert auf Basis von FP4 (Rechnen mit auf 4 Bit verkleinerten Zahlen) mit angewandter Sparsity, die unnötige Berechnungen überspringt.
  • Speicher: bis zu 128 GB LPDDR5X (ein schneller, stromsparender Speicherstandard) als Unified Memory

Die Daten folgen den offiziellen Mitteilungen von Microsoft und NVIDIA. Die Speicherbandbreite (Geschwindigkeit) steht auch auf NVIDIAs Produktseite nicht.

Was jetzt erhältlich ist und was es kostet

Produkt Speicher Preis (USA) Auslieferung
Surface Laptop Ultra bis zu 128 GB ab 2.599 US-Dollar (rund 2.300 Euro); Top-Konfiguration 128 GB / 1 TB 5.899,99 US-Dollar (rund 5.300 Euro) ab 16. Oktober
Surface RTX Spark Dev Box 128 GB + 2 TB SSD 5.999 US-Dollar (rund 5.400 Euro) November (nur Microsoft.com)
ASUS ProArt P16 bis zu 128 GB US-Preis der 128-GB-Konfiguration in offiziellen Unterlagen nicht gefunden. Die 64-GB-Konfiguration ist im US-Shop von ASUS mit 4.399,99 US-Dollar (rund 3.900 Euro) gelistet 16. Oktober
  • Alle Preise sind Vorbestellpreise. ASUS selbst nennt in den USA nur einen Einstiegspreis von 2.599,99 US-Dollar (rund 2.300 Euro).
  • Die Dev Box kostet 2.000 US-Dollar (rund 1.800 Euro) mehr als AMDs Ryzen AI Halo (3.999 US-Dollar, rund 3.600 Euro). In der 128-GB-Klasse liegt sie auch über NVIDIAs DGX Spark (4.699 US-Dollar, rund 4.200 Euro).

Nicht bestätigte Angaben

  • „100B+-Modelle lokal feintunen“: Microsofts offizieller Beitrag nennt Unterstützung für KI-Modelle mit mehr als 120 Milliarden Parametern. Das Wort „Feintuning“ kommt darin jedoch nicht vor. Rechnerisch belegt ein Modell mit 100 Milliarden Parametern bei 4 Bit etwa 50 GB, die Gewichte passen also in 128 GB. „Passt“ heißt aber nur, dass es hineinpasst; reale Geschwindigkeit und Feintuning-Verfahren (etwa LoRA, das nur einen Teil des Modells verändert) müssen je Produkt geprüft werden.
  • „Klasse um 2.899 US-Dollar“: Diese Zahl stammt aus einer Analyse von Morgan Stanley vor dem Start und war eine Schätzung für die 128-GB-Konfiguration. Der tatsächliche Vorbestellpreis beträgt 5.999 US-Dollar.

Was sich für Entwickler ändern könnte

Das Folgende ist unsere Einschätzung und unser Rat auf Grundlage der Berichte.

  • CUDA-basierte lokale Entwicklung unter Windows könnte möglich werden. Wie gut PyTorch (eine verbreitete KI-Entwicklungsbibliothek) und lokale KI-Programme wie Ollama, llama.cpp und vLLM unter Windows on Arm (Windows auf Arm-Chips) laufen, zeigt sich aber erst in Tests nach dem Marktstart.
  • Auf die Geschwindigkeit (Bandbreite) achten, nicht nur auf die Kapazität. Auch bei 128 GB hängt die Geschwindigkeit, mit der Text erscheint, stark von der Bandbreite ab. Die Bandbreite dieses Produkts ist noch nicht bestätigt.
  • Nach Preis-Leistung urteilen. In der 128-GB-Klasse mit DGX Spark (4.699 US-Dollar) und Ryzen AI Halo (3.999 US-Dollar) vergleichen und fragen, ob man Windows wirklich braucht.
  • Noch läuft nur die Vorbestellung. Die Dev Box gibt es nur in den USA und sie wird im November ausgeliefert; echte Leistungstests kommen also erst in etwa einem Monat.

Was man beobachten sollte

Die Speicherbandbreite von RTX Spark und Benchmarks mit lokalen LLMs (großen Sprachmodellen, also der Art KI hinter Chatbots wie ChatGPT), die CUDA- und PyTorch-Kompatibilität unter Windows on Arm sowie die Preise anderer Hersteller (Dell, HP, Lenovo, MSI).

Die Euro-Umrechnung folgt dem Kurs vom 14. Oktober (1 US-Dollar ≈ 0,89 Euro) und ist gerundet.

Quellen

Quelle: blogs.windows.com

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